Meine Weg begann nicht mit einem Businessplan, sondern mit einer Reise in der Kluft und dem Wunsch, die Welt als Tischlergesellin auf traditioneller Wanderschaft zu entdecken. Zwischen 2009 und 2013 war ich vier Jahre lang unterwegs – zu Fuß, per Anhalterin, ohne Handy, mit viel Neugier und wenig Komfort. Erst quer durch Europa, dann über Mexiko und die USA nach Kanada, schließlich über Neuseeland bis nach Japan. Ich habe gearbeitet, gelernt, gelebt – vier Jahre lang immer von Ort zu Ort, Betrieb zu Betrieb, der Hand in den Mund.

In Kanada fand ich Zugang zu einem künstlerischen Umgang mit Holz. In Neuseeland half ich nach dem Erdbeben beim Restaurieren beschädigter Möbel. In Japan lernte ich meinen Sensei kennen – einen Tischlermeister, der mir die Philosophie und Präzision des japanischen Handwerks näher brachte. Mein Jahr in Japan war das größte Geschenk meiner Wanderschaft – und prägt mich bis heute.

Zurück in Deutschland ging ich zur Meisterschule, gründete meine eigene Werkstatt – und wurde Mutter. Dabei wurde mir schmerzhaft bewusst: Für Selbstständige wie mich gibt es keinen gesetzlichen Mutterschutz. Keinen Schutz der Gesundheit, keinen echten Einkommensersatz. Kein Auffangen des Betriebes.

Was ich im Handwerk gelernt habe, zählt auch hier: Wenn etwas nicht hält, wird repariert.

Also habe ich begonnen, am System zu arbeiten – mit einer Petition, der Gründung des gemeinnützigen Vereins Mutterschutz für Alle! e.V. und dem Aufbau des Bündnisses für den Mutterschutz für Selbstständige. Heute verbinde ich Handwerk, Haltung und politisches Engagement. 2023 wurde mein Engagement mit dem Werner-Bonhoff-Preis ausgezeichnet; eine Förderung durch JoinPolitics hat es möglich gemacht, die politische Initiative strukturell weiterzuentwickeln und auf eine neue Ebene zu heben.

Ich baue Möbel – und arbeite an Strukturen, die die Selbstständigkeit auch für Gebärende mit Kinderwunsch möglich machen. Ich halte Vorträge, führe meine Werkstatt und kämpfe für den Mutterschutz für alle. Die Absicherung in der Schwangerschaft ist die Grundlage für eine geschlechtergerechte Arbeitswelt – auch für Selbstständige.

Wettbewerbsgerechtigkeit für selbstständige Frauen mit Kinderwunsch – die will ich gemeinsam mit vielen anderen starken Menschen möglich machen!

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Das Team & Mitarbeit

Gemeinsam geht mehr.

In meiner Werkstatt entstehen nicht nur Möbel und Alltagsprodukte mit Haltung – sie entstehen gemeinsam. Seit einiger Zeit arbeite ich mit Maira Kemme zusammen. Maira ist Tischlergesellin und auch Mutter – und kennt die Herausforderungen, die entstehen, wenn man im Handwerk in Teilzeit arbeiten möchte. Nach vielen Absagen hat sie sich selbstständig gemacht. Heute fertigen wir gemeinsam Schneidebretter, Bauklötze und andere Produkte in Kleinserie, mit Blick fürs Detail und Platz für Individualität.

Was uns verbindet: Handwerk, Haltung – und die Lust, gemeinsam Dinge zu bewegen.

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Praktikum, Ausbildung & Anstellung

Mir ist es wichtig, dass Menschen einen realistischen, wertschätzenden Einblick in das Tischlerhandwerk bekommen. Deshalb habe ich immer gern Praktikumsplätze angeboten. Das geht mittlerweile nur noch in Ausnahmefällen, weil ich einfach zu viel unterwegs bin.

Tipp: Wenn du in die Arbeit mit Holz reinschnuppern willst, starte mit einem Praktikum in einem Betrieb in deiner Nähe. Wenn du dann sicher bist, dass du das Tischlerhandwerk wirklich vertiefen willst, lohnt es sich, gezielt nach Werkstätten zu suchen, die dein Spezialinteresse abdecken – sei es Möbelbau, Restaurierung oder etwas ganz anderes.

Bitte schick mir keine Bewerbungen für einen Ausbildungsplatz – ich bilde derzeit nicht aus. Auch eine Anstellung von Gesell:innen ist aktuell leider nicht möglich.

Was aber geht: Wenn du Tischler:in bist und eigene Projekte umsetzen möchtest, kannst du dich gerne wegen einer Werkstattmiete bei mir melden. Ich freue mich über kollegialen Austausch und gegenseitige Unterstützung – und bin offen für handwerkliche Kooperationen auf Augenhöhe.

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